Deutsch-französische Zusammenarbeit

11. Deutsch-Französischer Ministerrat (Berlin, 12. März 2009)

Nach den gemeinsamen Initiativen von Bundeskanzlerin Merkel und Präsident Sarkozy zu einer europäischen Reaktion auf die Finanzkrise bot der 11. Deutsch-Französische Ministerrat die Gelegenheit, den Europäischen Rat am 19./20. März sowie den G20-Gipfel am 2. April in London vorzubereiten.

Angesichts der derzeitigen, beispiellosen Wirtschafts- und Finanzkrise in Europa diente dieser Ministerrat dazu,
- im Rahmen der EU und auf globaler Ebene gemeinsame Vorschläge für eine neue Finanzarchitektur zu entwickeln, die auf der Regulierung und Kontrolle der Märkte, Akteure und Finanzprodukte beruhen;
- die Mittel einer verstärkten wirtschaftlichen Koordination zwischen Frankreich und Deutschland zu definieren, um die Zukunft der europäischen Industrie und ihrer Beschäftigten zu sichern.

Der Deutsch-Französische Ministerrat bot Gelegenheit, die deutsch-französischen Strukturen zur Krisenbekämpfung und Vorbereitung der Zukunft zu mobilisieren, indem die Mobilität der Jugend, der akademische Austausch und gemeinsame Forschungsprojekte weiterentwickelt werden. Er verdeutlicht den Fortschritt unserer Zusammenarbeit in Gebieten, die die Franzosen und Deutschen direkt betreffen, das heißt in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und bei einer einheitlichen Regelung des ehelichen Güterstands.

Der Deutsch-Französische Verteidigungs- und Sicherheitsrat schließlich widmete sich europäischen Projekten, bei denen die deutsch-französische Zusammenarbeit eine wesentliche Rolle spielt, der Vorbereitung des bevorstehenden, gemeinsam von Deutschland und Frankreich organisierten NATO-Gipfels sowie der Stationierung einer deutschen Einheit in Frankreich im Rahmen der Deutsch-Französischen Brigade.

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