Die großen Themen

60. Jahre Nato - Deutschland und Frankreich veranstalten gemeinsam Jubiläumsgipfel (3./4. April 2009)

Dieses Jahr feierte die Nato 60-jähriges Jubiläum. Die Feierlichkeiten richteten Deutschland und Frankreich am 3. und 4. April findet in Baden-Baden und Kehl sowie Straßburg gemeinsam aus. Das Jubiläum stand im Vordergrund des Gipfels. Die bislang 26 Mitgliedsstaaten begrüßten zudem Albanien und Kroatien als neue Mitglieder.

Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy stellten in einem gemeinsamen Artikel am 3. Februar in der Süddeutschen Zeitung die Bedeutung dieses Gipfels heraus: "Den Jubiläumsgipfel zum 60. Geburtstag der Atlantischen Allianz am 3. und 4. April werden mit Deutschland und Frankreich erstmals in der Geschichte der Nato zwei Länder gemeinsam ausrichten. Wir verstehen dies als besonderes deutsch-französisches Symbol für Frieden und für Sicherheit. Aber auch als Zeichen eines nunmehr gemeinsamen Europas in Ost und West, das in Freiheit leben kann."

Zum Auftakt des zweitägigen Gipfels trafen sich die Teilnehmer am 3. April in Baden-Baden. Traditionsgemäß fand zunächst eine kulturelle Veranstaltung im Kurhaus statt. Anschließend wurden bei Arbeitsessen der Staats- und Regierungschefs, der Außen- und Verteidigungsminister erste sicherheitspolitische Themen angesprochen.

Am 4. April wurde das Programm in Straßburg und Kehl fortgesetzt. Im Mittelpunkt stand die Sitzung des Nordatlantikrats mit den Staats- und Regierungschefs. Der Nordatlantikrat ist das höchste Gremium der Nato.

Hauptthema des Gipfels war Afghanistan, aber auch die Beziehungen zu Russland und die zukünftige Gestalt der Nato standen auf dem Programm. Dieser Gipfel bot den Bündnispartnern der USA außerdem die Gelegenheit, den neuen US-Präsidenten Barack Obama zum ersten Mal in Europa zu begrüßen.

Vor dem eigentlichen Gipfel fand am 2. und 3. April in Straßburg ein "Jugendforum" statt, das sich an zukünftige Führungskräfte und Entscheidungsträger wendet, die sich für die aktuelle Rolle und die Perspektiven der Allianz interessieren.

- Mehr zum Jugendforum

Druckversion