8. Auflage des deutsch-französischen Fonds für Kulturprogramme in Drittländern (1. März 2010)

Anlässlich des 40. Jahrestages des Elysée-Vertrags schufen Deutschland und Frankreich 2003 den Deutsch-Französischen Fonds für Kulturprogramme in Drittländern, der die deutsch-französische Freundschaft und Zusammenarbeit symbolisiert. Darüber hinaus spielt der Fonds eine Vermittlerrolle im interkulturellen Dialog. Als Botschafter eines um die Kultur herum vereinten Europas verbindet er Themen aus Kultur und Entwicklung.

In seinem achten Jahr unterstützt der Deutsch-Französische Fonds mit einem Budget von 460 000 Euro 59 Kulturprojekte in 53 Ländern, die aus 105 Projekten aus 85 Ländern von einer Jury aus zwölf deutschen und französischen Persönlichkeiten ausgewählt wurden.

Besonders hervorzuheben sind dieses Jahr das originelle Projekt zur Instrumenten-Restaurierung und Bewahrung des musikalischen Erbes in Armenien, das INCAPS-Projekt in Kuba (Intercultural Network for Contextual Art in the Public Space), das – nach dem Vorbild des Ateliers Ludwigsburg-Paris im Bereich Filmproduktion und –verleih – eine Kooperations- und Austauschplattform für Kunst im öffentlichen Raum schaffen will. Manche Projekte, wie das Open Air Filmfestival „IMAGeIN’AIR“ in Kosovo oder die Workshops für Absolventen der Kunsthochschulen 104 (Paris), Zollverein (Essen) und Cuma (Istanbul) im Rahmen des Projekts „Feldstärke 2010“, können dieses Jahr erneut mit der Förderung durch den Fonds rechnen.

In diesem achten Jahr ist eine besonders hohe Beteiligung kreativer Projekte aus Nordafrika und Nahost zu bemerken. So hat die Jury Projekte aus Algerien, Syrien, Bahrain, Ägypten, Jemen, Iran, Irak, Jordanien, Marokko und Jerusalem ausgewählt. Zum Beispiel wird in Arbil erstmalig Straßentheater in den Parks Minarat und Sami Abdul Rahman stattfinden, mit Schauspielübungen unter der Leitung von lokalen Theaterleuten sowie französischen und deutschen Theatergruppen. In Jemen wird es ein Modeprojekt geben, mit Workshops, Laufsteg und Ausstellung im Nationalmuseum in Sanaa. Die „Egyptian Connection“ in Alexandria und Kairo lädt zu einem HipHop-Treffen ein, das zur Schaffung einer deutsch-französisch-ägyptischen Musik-Plattform beitragen soll.

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