Auslandsfranzosen - eine Stimme, die zählt

Die französischen Präsidentschaftswahlen am 22. April und 6. Mai 2007 wurden auch von den Auslandsfranzosen entschieden. Von den 44,5 Millionen Franzosen, die 2007 in die Wählerlisten eingeschrieben waren, leben 941.364 im Ausland.

821.600 haben sich dafür entschieden, ihre Stimme in den insgesamt 546 Wahllokalen in den diplomatischen und konsularischen Vertretungen Frankreichs oder auch an anderen hierfür bestimmten Orten (französische Schulen, Kulturinstitute) abzugeben. 119.764 wollten per Stimmendelegierung (Procuration) oder aber persönlich direkt in Frankreich abstimmen. Die Möglichkeit einer direkten Stimmabgabe im Ausland besteht nur bei den Präsidentschaftswahlen, Europawahlen und Volksabstimmungen, nicht aber bei Parlamentswahlen.

Im Vergleich zu den Präsidentschaftswahlen 2002 mit 436.063 eingeschriebenen Wählern hat sich die Zahl der in die Wählerlisten Eingeschriebenen fast verdoppelt. Hierfür zeichnete insbesondere die 2006 gestartete Informationskampagne sowie auch die automatische Einschreibung der Jugendlichen im 18. Lebensjahr verantwortlich.

Die in die konsularischen Wählerlisten in Deutschland eingeschriebenen Franzosen konnten ihre Stimme in den Wahlbüros in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München, Saarbrücken und Stuttgart abgeben.

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