Der Elysée-Fonds – Schaufenster der deutsch-französischen Freundschaft in der Welt

Deutsch-französischer Fonds für Kulturprogramme in Drittstaaten 2011

Im Jahr 2003, anlässlich der 40-Jahr-Feier der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags, richteten Frankreich und Deutschland zur weiteren Vertiefung der Freundschaft zwischen beiden Ländern einen Fonds zur Förderung von Kulturprojekte in Drittstaaten ein. Dieses Programm soll die enge deutsch-französische Zusammenarbeit auch im Ausland sichtbar und erfahrbar machen. Der Fonds wird von beiden Ländern gemeinsam finanziert. Im Jahr 2011 hat er ein Fördervolumen von 460.000 Euro.

Deutsch-französischer Fonds für Kulturprogramme in Drittstaaten 2011

Im Jahr 2003, anlässlich der 40-Jahr-Feier der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags, richteten Frankreich und Deutschland zur weiteren Vertiefung der Freundschaft zwischen beiden Ländern einen Fonds zur Förderung von Kulturprojekte in Drittstaaten ein. Dieses Programm soll die enge deutsch-französische Zusammenarbeit auch im Ausland sichtbar und erfahrbar machen. Der Fonds wird von beiden Ländern gemeinsam finanziert. Im Jahr 2011 hat er ein Fördervolumen von 460.000 Euro.

Welche Kulturprojekte werden gefördert ?

Die Projekte sollen die deutsch-französische Partnerschaft sichtbar machen. Sie sollten sich dabei durch einen Mehrwert auszeichnen, der durch eine deutsche oder französische Aktivität allein nicht erreicht werden kann.
Die Projekte sollen Relevanz und Nachhaltigkeit für die Beziehungen zum Gastland entfalten, in Beziehung zur dortigen kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Situation stehen und Aussicht auf eine über das Ereignis hinausreichende längerfristige Wirkung haben.
Die Projekte sollen gemeinsam mit örtlichen Partnern entwickelt und durchgeführt werden, die möglichst einen finanziellen Beitrag leisten. Dabei muss insbesondere bei Projekten, die sehr stark in die Kulturszene der Gastländer eingebunden sind, die deutsch-französische Initiative inhaltlich weiter deutlich sichtbar bleiben.

Organisation

Die beantragten Fördersummen für die einzelnen Projekte dürfen einen Anteil von 50 Prozent der Gesamtkosten nicht übersteigen und maximal 25.000 Euro betragen.
Ausgearbeitet werden die Projekte gemeinsam in den deutschen und französischen Auslandsvertretungen oder den Kulturinstituten vor Ort. Die Auslandsvertretungen senden die Projektunterlagen an das französische Außenministerium und das Auswärtige Amt. Eine deutsch-französische Jury unter Vorsitz der Kulturdirektoren beider Außenministerien wählte am 10. Februar 2011 unter 107 eingereichten Anträgen aus 84 Ländern 61 Projekte aus 57 Ländern aus und legte die Finanzierungsbeiträge fest.

Projekte 2011

Herausragende Vorhaben sind dieses Jahr eine zeitgenössische Inszenierung des Stücks „Unser täglich Brot“ im chinesischen Chengdu, die Deutsch-Französischen Filmtage zum Thema „Globalisierung und Kultur“ für mongolische Filminteressierte sowie ein Lehreraustausch zum Einsatz neuer Medien im Fremdsprachenunterricht mit begleitendem Dokumentarfilmwettbewerb über Polen.
Auch in Brasilien sind neue, digitale Medien Thema : In Rio diskutieren Vertreter der Buch- und Bibliothekenbranche aus Deutschland, Frankreich und Brasilien über die Chancen und Risiken von E-Books und die Zukunft der Bibliotheken. Beim Zirkusfestival in Palästina werden palästinensische Flüchtlingslager, Städte und ländliche Gebiete zur Manege für Zirkusvorstellungen deutsch-französisch-palästinensischer Ensembles. Für die Zimbabwe Fashion Week im afrikanischen Harare entwerfen junge Designer aus Simbabwe, Deutschland und Frankreich gemeinsam eine Mode-Kollektion.
In Erbil in der Föderalen Region Kurdistan im Nord-Irak verzaubert ein Straßentheaterprojekt : Nach Schulungen und Workshops werden Kinder und Künstler Theaterkunst bei einer Live-Show im Shanidar Park präsentieren. Schon 2010 waren die Parks von Minarat und Sami Abdul als Schauplatz für Straßentheater genutzt worden.

Geförderte Projekte des Jahres 2010

Förderungen im Jahr 2010 erhielten unter anderem ein Pilotprojekt zu Restaurierung klassischer Musikinstrumente in Armenien, der Aufbau des interkulturellen Netzwerks INCAPS in Kuba sowie ein Workshop zur Organisation und Nutzung des öffentlichen städtischen Raums in Accra, der Hauptstadt Ghanas. ″Feldstärke 2010″ brachte Studenten von 16 Kunsthochschulen und Akademien in Deutschland, Frankreich und der Türkei zusammen. Die deutsch-französische Fahrbibliothek ermöglichte Kindern und Jugendlichen in den Palästinensischen Autonomiegebieten trotz der schwierigen politischen Situation den Zugang zu Literatur. Straßenkünstler und Zirkusartisten standen im Mittelpunkt des Projekts von Goethe-Institut und Institut Français in Marokkos zweitgrößter Stadt Salé.

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