Das Wahlsystem in der Bundesrepublik Deutschland

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Photo : © F. de La Mure

Der Bundestag ist die gewählte Vertretung des deutschen Volkes. Die Bundestagswahl dient der Bestimmung der Abgeordneten des Deutschen Bundestages. Sie findet in der Regel alle vier Jahre statt. Daran anschließend wird der Bundeskanzler vom Bundestag auf Vorschlag des Bundespräsidenten gewählt.

Zuletzt traten die rund 62 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland am 27. September 2009 an die Wahlurnen und bestimmten die Zusammensetzung des 17. Bundestages.

Über die 598 Sitze im Bundestag wird nach dem Verhältniswahlrecht, in das Elemente des Mehrheitswahlrechts integriert sind, entschieden. Mit der Erststimme wählen die Bürger den Kandidaten einer Partei im Wahlkreis, mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei. Grundlage für die Anzahl der Mandate im Bundestag sind die gültigen Zweitstimmen. Bekommt eine Partei bundesweit weniger als fünf Prozent aller abgegebenen Stimmen, scheitert sie an der Sperrklausel (auch: Fünf-Prozent-Hürde) und ist nicht im Bundestag vertreten – es sei denn, die Partei erringt mindestens drei Direktmandate. Dann wird die Partei bei der Verteilung der Sitze auf die Landeslisten berücksichtigt.

Das deutsche Wahlsystem macht es für eine einzelne Partei sehr schwierig, allein die Regierung zu bilden. Das Parteienbündnis ist daher der Regelfall. Damit die Wähler wissen, mit welchem Partner die von ihnen gewählte Partei zu regieren gedenkt, beschließen die Parteien meist Koalitionsaussagen, bevor sie in den Wahlkampf ziehen. Mit der Wahl einer Partei drückt der Bürger also zum einen die Präferenz für ein Parteienbündnis aus, zum anderen bestimmt er damit das Kräfteverhältnis der erwünschten künftigen Regierungspartner.

Quelle: Tatsachen über Deutschland

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