Frankreich, Deutschland und Europa kinderleicht: „Der Große Böse Wolf“

Wer kann die Fragen, die Kinder interessieren, besser benennen und formulieren als sie selbst? Dieser Ursprungsgedanke führte Anfang 2005 zu einer Interviewreihe der Kinder des Projekts „Grand méchant loup | Böser Wolf“ mit Politikern, Künstlern, Sportlern und Journalisten.
Bei den Interviews geht es darum, Europa – ausgehend von Deutschland und Frankreich – vorzustellen.

Wer kann die Fragen, die Kinder interessieren, besser benennen und formulieren als sie selbst? Dieser Ursprungsgedanke führte Anfang 2005 zu einer Interviewreihe der Kinder des Projekts „Grand méchant loup | Böser Wolf“ mit Politikern, Künstlern, Sportlern und Journalisten.
Bei den Interviews geht es darum, Europa – ausgehend von Deutschland und Frankreich – vorzustellen.

Die Absicht ist auch zu zeigen, dass Unterschiede nicht trennen, sondern Bestandteil der Welt sind, dass Persönlichkeiten für Kinder nicht langweilig sind, dass sie sich auch für Fußball und Tiere interessieren, dass es auch Seiten in ihrer Arbeit gibt, die sie überhaupt nicht mögen, und schließlich, dass Grundschüler genauso in der Lage sind, anspruchsvolle Themen aufzugreifen wie ihre älteren Mitschüler.
Diese Interviews richten sich an Kinder und Jugendliche sowie an Erwachsene, die sich nicht nur für Deutschland, Frankreich und Europa interessieren, sondern auch ganz einfach für eine andere Sicht der Menschen, seien sie Berufspolitiker, Reporter oder Musiker.
Nicht nur bekannte Persönlichkeiten werden von den Kindern interviewt, sondern auch gleichaltrige Schüler und "ganz normale" Menschen: eine Bäckersfrau, eine Supermarkt-Kassiererin, der Verkäufer vom Zeitungskiosk - natürlich in beiden Ländern, auf dem Land und in der Stadt.

Le Grand Méchant Loup / Der Große Böse Wolf

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Der Große Böse Wolf

Begonnen hat alles zum Schuljahresbeginn 2000-2001 in der zweisprachigen Judith-Kerr-Europa-Schule in Berlin. Eltern fanden sich zusammen und gründeten die Initiative. Zunächst bestand das Projekt Grand méchant loup | Böser Wolf einfach darin, den gesamten Verlauf der Grundschulzeit einer Klasse zu verfolgen und deren Geschichte zu erzählen.
Dabei nutzten die Kinder vielfältige technische Mittel: Audioaufnahmen, Filmausschnitte, Interviews, Zeichnungen und Arbeitsblätter. Eine Zeitung entstand - außerdem Rundfunkreportagen, CD-ROMs, eine Website und Ausstellungen zum Thema Europa.
Durch unkonventionelle Bildungsformen wurde eine Brücke geschlagen zwischen Ländern und Kulturen, die völlig unterschiedlich sind und doch zusammen gehören.
Für seine Arbeit wurde das Projekt mehrfach ausgezeichnet:

- Hauptpreis beim Deutsch-Französischen Journalistenpreis 2004 in der Kategorie Internet
- Besondere Erwähnung in der Kategorie Printmedien DFJP 2004
- Sonderpreis beim bundesweiten Schülerzeitungswettbewerb, Berlin 2005
- Zweitbestes Interview beim SPIEGEL-Wettbewerb 2005,
- Sonderpreis Gymnasium beim SPIEGEL-Schülerzeitungswettbewerb 2007.

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