Fünfjähriges Bestehen der Deutsch-Französischen Hochschule (26. Oktober 2004)

1. Stand

Die Deutsch-Französische Hochschule wurde 1997 durch ein Regierungsabkommen („Abkommen von Weimar“) gegründet. Das Abkommen ist 1999 in Kraft getreten. Im Jahr 2000 wurde die DFH eingeweiht. Die anfangs geplanten Ziele wurden bereits weit überschritten: fast 5000 Studierende sind in einem der über 100 integrierten Studiengänge eingeschrieben. Diese werden von 133 Partner- oder Mitgliedshochschulen in Deutschland und Frankreich in fast allen Fachbereichen angeboten.

Diese Studiengänge führen zu einem Doppeldiplom, die auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt sind, wie der Erfolg des 6. Deutsch-Französischen Forums der DFH unterstreicht.

2. Perspektiven und konkrete Projekte

Nach der erfolgreichen Durchführung bilateraler Programme weitet die DFH nun ihre Studiengänge auf Hochschulen in Drittländern aus. Nach einer ersten Ausschreibung wurden insgesamt 10 Projekte mit Partnerhochschulen in Polen, Spanien, Russland, Italien und der Schweiz ausgewählt. Mit einer Anschubfinanzierung in Höhe von 20.000 € ermöglichen diese Kooperationen den Studierenden, ihr Studium ab dem akademischen Jahr 2005/2006 in drei Ländern zu absolvieren. Eine zweite Ausschreibung wurde im Juni 2004 veröffentlicht.

Zusätzlich zur Graduiertenförderung, zur Förderung der Durchführung von Ateliers und Thematischen Sommerschulen für junge Forscher, hat die DFH sechs innovative Projekte im Bereich der gemeinsamen Doktorandenausbildung ausgewählt. Sie unterstützt damit die Netzwerkbildung unter den jungen Forschern, die im Rahmen von herausragenden Forscherteams ausgebildet werden.

Die DFH trägt auf innovative Weise zur Bildung des europäischen Hochschul- und Forschungsraums bei und setzt durch Ausschreibungen, Erstellung wissenschaftlicher Gutachten und regelmäßiger Evaluierung ihrer Programme mit großem Engagement die ihr durch das Weimarer Abkommen übertragenen Aufgaben um.

(Bundesministerium für Bildung und Forschung, Französisches Ministerium für Erziehung und Forschung)

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