Gemeinsame Erklärung von Bundeskanzler Schröder und Staatspräsident Chirac zum Deutsch-Französischen Tag (22. Januar 2004)

Deutschland und Frankreich begehen am 22. Januar zum ersten Mal den Deutsch-Französischen Tag. Dieser Tag, an dem der Elysée-Vertrag vor nunmehr 41 Jahren unterzeichnet wurde, soll jedes Jahr in den deutschen und französischen Bildungseinrichtungen der deutsch-französischen Freundschaft gewidmet werden.

Mit der Gemeinsamen Erklärung im Januar vergangenen Jahres haben wir bewusst ein Signal an die junge Generation gesandt. So wollen wir dafür werben, dass mehr junge Franzosen in der Schule Deutsch und mehr junge Deutsche Französisch lernen. Die Sprache ist das wichtigste Tor zum Verständnis des Partners, seiner Kultur, seiner Arbeits- und Lebensweise.

Die von unseren Regierungen eingeleiteten Maßnahmen zur Förderung der Partnersprache haben deshalb unsere ausdrückliche persönliche Unterstützung. Unsere Anerkennung gilt auch den beiden erfolgreichen Sprachinitiativen DeutschMobil und FranceMobil, die am 22. Januar im Auswärtigen Amt mit dem Adenauer-de Gaulle-Preis für besondere Verdienste um die deutsch-französische Zusammenarbeit ausgezeichnet werden.

Der Deutsch-Französische Tag ist eine Investition in unsere gemeinsame europäische Zukunft. Unsere beiden Staaten, mit ihrer engen Verflechtung von Wirtschaft und Gesellschaft, sind einem vereinten und handlungsfähigen Europa verpflichtet. Zugleich bietet dieser Tag die Gelegenheit, um in den Schulen beider Länder über die sich aus der EU-Erweiterung ergebenden Perspektiven und mögliche Beiträge der jungen Generation nachzudenken.

Der Deutsch-Französische Tag soll mithelfen, dass auch künftig in Frankreich und Deutschland Menschen mit echtem Verständnis für den Partner bereit stehen, Menschen, die sich gemeinsam für ein dynamisches und starkes Europa einsetzen.

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