Historischer Moment der deutsch-französischen Brigade

Deutsches Jägerbataillon in Frankreich in den Dienst gestellt
Mit einem feierlichen Appell wurde am Freitag, 10. Dezember, das Jägerbataillon 291 in Straßburg in Dienst gestellt. An der Veranstaltung nahmen die Verteidigungsminister beider Länder, Alain Juppé und Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, teil. Die Stationierung eines deutschen Infanterieverbandes in Frankreich ist ein historischer Moment. Das Ziel der Aufstellung ist, neben der Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft, die Stärkung der operativen Fähigkeiten der Deutsch-Französischen Brigade.

Deutsches Jägerbataillon in Frankreich in den Dienst gestellt
Mit einem feierlichen Appell wurde am Freitag, 10. Dezember, das Jägerbataillon 291 in Straßburg in Dienst gestellt. An der Veranstaltung nahmen die Verteidigungsminister beider Länder, Alain Juppé und Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, teil. Die Stationierung eines deutschen Infanterieverbandes in Frankreich ist ein historischer Moment. Das Ziel der Aufstellung ist, neben der Vertiefung der deutsch-französischen Freundschaft, die Stärkung der operativen Fähigkeiten der Deutsch-Französischen Brigade.

„Mit der Aufstellung des Jägerbataillons 291 stationieren wir zum ersten Mal einen deutschen Verband ganz auf französischem Boden. Damit schlagen wir ein neues Kapitel in den an Symbolen so reichen und in ihrer Qualität einzigartigen deutsch-französischen Beziehungen auf“, sagte Verteidigungsminister zu Guttenberg in seiner Rede. „Die Zusammenarbeit unserer beiden Nationen nutzt ganz Europa. Sie bringt immer wieder neue große Impulse hervor. Und sie trägt ganz wesentlich zum Erfolg der europäischen Integration bei. Deutschland und Frankreich stehen für eine starke und gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union. Wir wissen, Sicherheit in und für Europa gibt es nur gemeinsam und kann es nur gemeinsam geben“, so der Minister weiter.

Der Verteidigungsminister verlieh dem Kommandeur der Deutsch-Französischen Brigade, dem französischen Général de Brigade Philippe Chalmel, das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold. Der französische Verteidigungsminister, Alain Juppé, zeichnete den Stellvertreter des Kommandeurs der Deutsch-Französische Brigade, Oberst Klaus Hahndel, mit der Offizierstufe des französischen Nationalen Verdienstordens aus.

Die Verteidigungsminister unterzeichneten anschließend ein Regierungsabkommen. Mit diesem erhält die Deutsch-Französische Brigade ein neues und zukunftsfähiges Grundlagenstatut, in dem die Grundsätze für ihre Organisation, ihren Betrieb sowie die für sie maßgeblichen finanziellen Reglungen festgelegt sind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatten sich während der 45. Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2009 auf eine künftige Stationierung deutscher Truppenteile der Deutsch-Französischen Brigade in Frankreich verständigt. Sie reagierten damit auf die Notwendigkeit, der europäischen Verteidigung, deren Motor schon immer die beiden Länder Deutschland und Frankreich waren, einen neuen Anstoß zu geben.
Quelle: Bundeswehr

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