Jury des Adenauer-de Gaulle-Preises

Die Preisträger des Adenauer-de Gaulle-Preises werden jedes Jahr von einer deutsch- französischen Jury, unter gemeinsamem Vorsitz der Beauftragten für die deutsch- französische Zusammenarbeit, Herrn Staatsminister Michael Roth und Herrn Staatssekretär Harlem Désir, ausgewählt. Die Jury, mit jeweils fünf deutschen und fünf französischen Mitgliedern, spiegelt die Gesellschaft beider Länder in ihrer Vielfalt wider und vereint Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Medien, Wissenschaft und Wirtschaft.

Von deutscher Seite benannte Jurymitglieder


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Am 16. Dezember 1954 geboren, studierte Peter Boudgoust von 1973 bis 1978 Rechtswissenschaften in Heidelberg und Mannheim. Nach dem juristischen Vorbereitungsdienst war er von 1981 bis 1994 in verschiedenen Funktionen beim Land Baden-Württemberg tätig. 1995 kam Peter Boudgoust als Finanzdirektor und Justitiar zum SDR, mit der Fusion zum SWR wurde er Verwaltungsdirektor. 2007 wurde er als Nachfolger von Peter Voß zum Intendanten gewählt und steht seitdem an der Spitze des zweitgrößten ARD- Medienunternehmens. Seit 2007 hat Boudgoust verschiedene Positionen beim deutsch-französischen Rundfunkveranstalter ARTE inne. So war er unter anderem Vorsitzender der Gesellschaftsversammlung von ARTE Deutschland. Seit Januar 2016 ist Boudgoust Präsident der Zentrale ARTE G.E.I.E. mit Sitz in Straßburg.


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Dr. Franziska Brantner wurde 1979 in Lörrach im Dreiländer-Eck (Deutschland – Frankreich - Schweiz) geboren. Nach dem Abitur am deutsch-französischen Gymnasium in Freiburg absolvierte sie an der Sciences Po in Paris sowie an der Columbia University in New York ihr Doppelstudium der Politikwissenschaften. Von 2009 bis 2013 gehörte sie dem Europa-Parlament an, seit 2013 dem Deutschen Bundestag, Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen. Brantner ist stellvertretendes Mitglied des Auswärtigen sowie des EU-Ausschusses sowie stellvertretende Vorsitzende der deutsch-französischen Parlamentariergruppe. Zusätzlich gehört sie dem Vorsitz des Deutsch-Französischen Instituts an.


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Tobias Bütow (geboren 1978 in Magdeburg) ist Vorsitzender des deutsch-Französischen Kulturzentrums in Nizza. Er studierte Politikwissenschaften und Zeitgeschichte, arbeitete mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Jerusalem, Israel, sowie für die OSZE in Sarajevo, Bosnien-Herzegowina. 2010 entsandte ihn der DAAD als Fachlektor an das Europa-Institut CIFE in Nizza, wo er zunächst einen trilingualen Europa-Studiengang leitete und seit 2014 das Mittelmeer-Programm (Nizza- Tunis- Rom- Istanbul) verantwortet. Bütow gehört ehrenamtlich dem Vorstand der Schwarzkopf- Stiftung an und war von 2003 – 2013 Jury- Vorsitzender des Schwarzkopf- Europa- Preises.


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Daniel Hager wurde am 13. März 1972 geboren. Sein Abitur machte er 1990 am Institut International Le Rosey in Rolle-Gstaad, Schweiz. Im Anschluss studierte er an der Freien Universität in Brüssel sowie an der Universität Paris X Nanterre. Seine Verbindung zu Frankreich wurde durch ein weiteres Studium an der Europäischen Wirtschaftshochschule in Paris gestärkt. Seit 2003 ist Hager Vorstandsmitglied der Hager Group. Das Familienunternehmen in Form einer Europäischen Gesellschaft (Societas Europaea, SE), unterhält unter anderem auch mehrere Standorte in Frankreich.


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Prof. Dr. Bénédicte Savoy wurde 1972 in Paris geboren. An der dortigen École Normale Supérieure absolvierte sie ein Studium der Germanistik. Ihr Staatsexamen in diesem Fach schloss sie 1996 ab. Nachdem sie zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Centre Marc Bloch in Berlin tätig war, folgten die Promotion und Habilitation in Deutschland. Seit 2009 ist Savoy Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin.


Von französischer Seite benannte Jurymitglieder

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Béatrice Angrand begann ihre berufliche Laufbahn nach einem Studium in den Vorbereitungskursen für die Grandes Écoles (classe préparatoire) am Lycée Henri IV und anschließend in französischer Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Paris IV – Sorbonne innerhalb des Netzes der französischen Kulturvertretungen im Ausland und war zunächst Direktorin des Institut français in Rostock und dann Direktorin des französischen Kulturzentrums in Timisoara (Rumänien). Anschließend war sie für den deutsch-französischen Fernsehkanal ARTE tätig, insbesondere als Beraterin der deutschen und französischen ARTE-Präsidenten und als Projektbeauftragte für den Entwicklungsplan des Senders. Seit 2009 ist Béatrice Angrand Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW).


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Prof. David Capitant absolvierte sein Jurastudium in Nizza, Bonn, Paris und Heidelberg. Er erlangte seinen Doktortitel mit einer Arbeit über die Grundrechte in Deutschland und lehrte an verschiedenen juristischen Fakultäten. Zunächst war er Professor an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Lille 2 und seit 2001 an der Universität Paris 1 Panthéon-Sorbonne, wo er das Institut für deutsches Recht leitet. Er ist auf den Bereich Rechtsvergleichung spezialisiert, insbesondere auf deutsches öffentliches Recht. Seit dem 1. Januar 2016 ist David Capitant Vizepräsident der Deutsch-Französischen Hochschule (DFH).


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Gunnar Graef, geboren 1970, gehört zu den Wegbereitern des mobilen Internets in Europa. Er ist Unternehmer und Investor und lehrt er als Professor für Entrepreneurship an der ESCP Europe Business School. Mehrere Technologieunternehmen in Frankreich und Deutschland wurden von ihm gegründet oder in ihrer Entwicklung unterstützt, darunter AirTag, Index Multimedia, Gestigon, Deutsche Ventures und Betterplace.org. Er hat DHL Global Mail mitbegründet und geleitet. Gunnar Graef startete seine Berufslaufbahn als Strategie-Consultant bei einer US-amerikanischen Unternehmensberatung, nachdem er in Paris, Berlin, Oxford und Shanghai studiert hatte. Er ist Absolvent der ESCP Europe Business School und hat ein Ingenieurstudium an der TU Berlin abgeschlossen. Er ist ebenfalls Absolvent der École Nationale d’Administration in Paris (ENA, Promotion Marc Bloch).


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Karl De Meyer ist seit 20 Jahren als Journalist für französische Publikationen tätig. Er hat insbesondere für die Zeitschrift „L’Européen“, das Wirtschaftsmagazin „L’Expansion“ und die Wirtschafts- und Finanzzeitung „La Tribune“ gearbeitet, bevor er im Jahr 2000 in die Redaktion der Tageszeitung „Les Échos“ eintrat. Er war EU-Korrespondent in Brüssel (2003-2008) und später Korrespondent in Berlin (2008-2012) und New York (2012-2015). Anschließend übernahm er die Chefredaktion der Monatsbeilage „Enjeux-Les Échos“, bevor er schließlich Chefredakteur der Business-Sparte des Wochenmagazins „Les Échos Week-End“ wurde. Er beteiligt sich seit 2015 am jährlichen deutsch-französischen Business-Forum, das gemeinsam von „Les Échos“ und dem „Handelsblatt“ organisiert wird und verfolgt weiterhin sehr aufmerksam die Entwicklungen der deutsch-französischen Beziehungen.


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Nawel Rafik-Elmrini ist seit 2002 Rechtsanwältin. Seit 2008 ist sie als Beigeordnete des Bürgermeisters von Straßburg zuständig für europäische und internationale Beziehungen, Partnerschaften, dezentrale Zusammenarbeit und Menschenrechte. In dieser Eigenschaft repräsentiert sie den Bürgermeister von Straßburg in sämtlichen Institutionen der Europäischen Union. Sie ist auch seit 2008 Ratsmitglied der Eurometropole Straßburg. Als Erste Vizepräsidentin des Ausschusses für aktuelle Angelegenheiten und Mitglied des Vorstands der sozialistischen Fraktion im Kongress der Gemeinden und Regionen des Europarates engagiert sie sich besonders in Belangen hinsichtlich der Erziehung zur europäischen Bürgerschaft, der kulturellen Vielfalt sowie der Aufnahme und Integration von Flüchtlingen. Frau Rafik-Elmrini steht unter anderem dem Centre d‘Information sur les Institutions Européennes (Informationszentrum der Europäischen Union) vor und ist Vizepräsidentin der Association Française du Conseil des Communes et Régions d‘Europe (AFCCRE, Französischer Verband des Rates der Gemeinden und Regionen Europas) sowie des Fremdenverkehrsamtes Straßburg und Umgebung.


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