Trinationaler Master Mehrsprachigkeit

Die Originalität des trinationalen Masterstudiengangs besteht darin, dass mit diesem neuen Studienangebot die jeweils national an den einzelnen Partnerinstitutionen vorhandene Expertise im Bereich Mehrsprachigkeit / Bilinguales Lehren und Lernen in einem gemeinsamen transnationalen Curriculum gebündelt wird.

Dadurch werden die bestehenden Beziehungen zwischen den Partnerinstitutionen und der wissenschaftliche Austausch über Mehrsprachigkeit nicht nur intensiviert, sondern im Oberrheingebiet auf eine ganz andere Ebene gehoben:

Die Oberrhein-Region

Das am Oberrhein aufgrund der besonderen Sprachensituation jeweils national bereits etablierte Wissenschaftsgebiet Mehrsprachigkeit wird in einem transnationalen Rahmen institutionalisiert, gegenstandsadäquat erforscht und zugleich anwendungsbezogen gelehrt. Denn Mehrsprachigkeit ist im Studiengang nicht nur ein Studieninhalt, sondern ein grundlegendes gestaltendes Element des Studiums und gerät je nach Studienphase aus einer anderen nationalen Perspektive in den Blick.
Dies gilt umgekehrt auch für die Lehrenden und Forschenden: Sei es, dass sie zusammen an gemeinsamen Projekten arbeiten, sei es, dass sie bei ihrer Lehre immer berücksichtigen müssen, dass sie Studierende aus allen drei Ländern vor sich haben, was eine völlig veränderte Lehrsituation darstellt.
Der Studiengang bietet eine vielfältige Ausbildung in den Bereichen Sprach-, Kultur- und Landeswissenschaften und mehrsprachigem Unterricht und richtet sich
Vor allem an Lehrpersonen, die Französisch, Deutsch oder ein Sachfach in einer Fremdsprache unterrichten und einen Mastertitel erwerben möchten. Die zwei Vertiefungsrichtungen "Mehrsprachigkeit in Forschung und Lehre" sowie "Mehrsprachigkeit und Schulentwicklung" bieten interessante Möglichkeiten zur persönlichen Spezialisierung.
Zielgruppen sind aber auch Studierende, die nicht aus der Lehrerinnen- und Lehrer-Ausbildung kommen, also Absolventen und Absolventinnen eines Ersten Staatsexamens, eines Bachelor-Studiengangs (BA) oder einer Licence.

Durch die geografische Nähe profitieren die Studierenden von den Universitäten und Hochschulen im Elsass, in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und in der Schweiz und die erworbenen Kreditpunkte werden zwischen den drei Partnerländern in vollem Umfang anerkannt.
Die verschiedenen am Studiengang beteiligten Institutionen in den drei Ländern arbeiten entweder seit 1989 in EUCOR (Konföderation der Oberrheinischen Universitäten) oder seit 1998 in COLINGUA (Kooperationsverbund der lehrer/innenbildenden Institutionen am Oberrhein) eng zusammen.

Daneben gibt es auf unterschiedlichen Ebenen und mit unterschiedlichen Beteiligten und Zielsetzungen zahlreiche weitere Kooperationen zwischen einzelnen oder mehreren dieser Institutionen: Sei es bei gemeinsamen Lehrveranstaltungen, Kolloquien und Symposien, bei gemeinsam angebotenen Studiengängen, im Rahmen von Praktikantenaustausch, Doktorandenkollegs und Dozierendenaustausch.

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