Verleihung des Deutsch-Französischen Journalistenpreises (Berlin, 26. Juni 2008)

Zum 25. Mal wurde am 26. Juni der Deutsch-Französische Journalistenpreis verliehen. Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern: Der in Straßburg geborene Tomi Ungerer, den seine provokanten Karikaturen und Zeichnungen sowohl in Deutschland als auch in Frankreich populär gemacht haben. Günter Gloser nahm an der Preisverleihung teil.

Zum 25. Mal wurde am 26. Juni der Deutsch-Französische Journalistenpreis verliehen. Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern: Der in Straßburg geborene Tomi Ungerer, den seine provokanten Karikaturen und Zeichnungen sowohl in Deutschland als auch in Frankreich populär gemacht haben. Günter Gloser nahm an der Preisverleihung teil.

Insgesamt wurden Preise im Gesamtwert von 28.000 Euro in den Bereichen Fernsehen, Hörfunk, Printmedien und Internet vergeben. Ausgezeichnet werden Beiträge, die zu einem besseren Verständnis zwischen Deutschland und Frankreich beitragen.

Günter Gloser, Beauftragter für die Deutsch-Französischen Beziehungen, nahm an der Preisverleihung teil.

- Ansprache von Günter Gloser zur Preisverleihung (Berlin, 26. Juni 2008)

Im Fernsehen: die deutsch-französosche Freundschaft - und was Journalisten dazu beigetragen haben

Der Film zum Journalistenpreis 2008 "die deutsch-französische Freundschaft - und was Journalisten dazu beigetragen haben" von Norbert Carius wird im Fernsehen ausgestrahlt:

- am 28. Juni 2008 um 14h30 bei 3Sat
- am 12. Juli um 18h45 im SR Fernsehen
- am 3. August um 17h15 bei arte.

Die Preisträgerinnen und Preisträger:

Fernsehen

Den Fernsehpreis (dotiert mit 6.000 €) erhielt Cathérine Menschner für ihren Beitrag „Ab in den Knast – Wenn Mädchen straffällig werden“, eine Produktion des NDR für ARTE. Die Jury würdigte die Originalität des Themas: den Vergleich der Lebenswirklichkeiten von straffällig gewordenen Mädchen in Deutschland und Frankreich. Der Autorin ist es gelungen, verstörend starke Protagonistinnen zu finden, die authentisch und bewegend sind – ohne jeden Zweifel eine investigative Rechercheleistung.

Hörfunk

Mit dem Hörfunkpreis (6.000 €) wurde Vera Laudahn ausgezeichnet für ihre Reportagereihe „Frankreich wählt – Eine Reportagereise durch Südfrankreich“, die im April 2007 auf WDR2 ausgestrahlt wurde. Der Autorin ist es gelungen, auf lebendige Art und Weise ein prägnantes und differenziertes Bild der französischen Gesellschaft vor der Präsidentschaftswahl zu zeichnen.
Die Jury hob außerdem den Mut der Redaktion hervor, die eine solche Reportagereihe in einem formatierten Tagesbegleitprogramm zur besten Sendezeit platziert hat.

Printmedien

In der Kategorie Printmedien (6.000 €) ging der Preis an Heimo Fischer für den Beitrag „Wahlkampf in Frankreich – Momentaufnahmen“, erschienen in der „Financial Times Deutschland“ vom 10. bis 13. April 2007. Der Autor hat es verstanden, in vier kurzen Reportagen aus unterschiedlichen Bereichen und Regionen ein anschauliches und informatives Stimmungsbild vom französischen Präsidentschaftswahlkampf zu liefern. Es ist ihm gelungen, eine atmosphärische dichte Schilderung zu geben, die das Thema ohne Voreingenommenheit darstellt.

Internet

Der Internetpreis (6.000 €) wurde verliehen an Eva John und Romy Straßenburg für das Webangebot „Generation 80“. Die Jury hob den erfrischenden und sehr persönlichen Blick auf unterschiedliche Aspekte des Lebensgefühls junger Menschen in Berlin und Paris hervor. Dabei nutzt "Generation 80" mit Bildern, selbst produzierten Audiobeiträgen und Flashanimationen die multimedialen Möglichkeiten des Mediums aus, ohne das Angebot technisch zu überfrachten. Vielmehr animiert es den Leser, auf Entdeckungsreise zu gehen. Auch die grafische Gestaltung und die Form als Adventskalender haben überzeugt.

Nachwuchs

Den Nachwuchspreis (4.000 €), gestiftet vom Deutsch-Französischen Jugendwerk, erhielt Martina Andrecht für ihre Serie „Das Leben in Paris aus Sicht einer Deutschen“ (« Vie parisienne vue par une allemande – Cinq pastilles franco-allemandes »). Die Beiträge wurden beim Fernsehsender France 3 Ile-de-France im Herbst 2007 ausgestrahlt. Darin konfrontiert die Autorin die Franzosen liebevoll mit ihren kleinen Marotten. Die Beiträge sind originell, humorvoll, frisch, bisweilen frech aber auch informativ. Ein ausdrückliches Lob der Jury ging an die Redaktion von France 3 Ilede-France, die den Mut zu dieser ungewöhnlichen Form der Berichterstattung hatte.

Medienpreis

Der Medienpreis des Deutsch-Französischen Journalistenpreises 2008 ging – wie bereits am 3. März bekannt gegeben – an den französischen Künstler und Autor Tomi Ungerer. Der geborene Elsässer pointiert immer wieder humorvoll die deutsch-französischen Beziehungen. Mit seinen Motiven schlägt er Brücken zwischen den beiden Ländern, die keiner Worte bedürfen. Seine provokanten Zeichnungen haben den Künstler dies- und jenseits des Rheins populär gemacht.

Hintergrund Deutsch-Französischer Journalistenpreis

Der Saarländische Rundfunk vergibt den Deutsch-Französischen Journalistenpreis seit 1983. Partner sind: ARTE, das Département de la Moselle, das Deutsch-Französische Jugendwerk, France Télévisions, Radio France, Radio France Internationale, die Robert Bosch Stiftung, die Verlagsgruppe Holtzbrinck sowie das ZDF. Der Preis ist eine der wichtigsten und höchst dotierten Auszeichnungen für Journalisten in Europa. Der Saarländische Rundfunk hat ihn 1983 ins Leben gerufen und vergibt ihn gemeinsam mit seinen Partnern ARTE, dem Département de la Moselle, dem Deutsch-Französischen Jugendwerk, France Télévisions, Radio France, Radio France Internationale, der Robert Bosch Stiftung, der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und dem ZDF.

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